Ich melde mich mit einem zuckersüßen Lebenszeichen zurück und möchte euch heute ein Buch zur Herstellung von Pralinen vorstellen: Sweet Seasons – Süße Verführung.

Diese Anleitung für klassische und ausgefallene Pralinen ist vom CatMint Verlag aus Österreich, hinter dem die Autorin Alina Quiner, die auch unter dem Pseudonym Lace bekannt ist, steht. Für den illustrierten Teil waren die Zeichnerinnen Isius und Phie zuständig.

Meine bisherigen Erfahrungen mit Pralinen waren reine Geschmackserfahrungen – also ich habe sie nur gegessen, aber nicht selbst hergestellt. Durch Sweet Seasons wurde ich also auch in der Richtung mal entjungfert, hahaha.

Ich möchte euch das Buch vorstellen und mit euch meine Erfahrungen damit teilen anhand eines Rezepts, das ich selbst ausprobiert habe. Dabei möchte ich erst mal mit dem Buch selbst beginnen.

Die Autorin hat bei Sweet Seasons das Konzept „4 Jahreszeiten“ aufgegriffen und dieses mit Shounen-Ai-Elementen verknüpft. Dabei wurde das Buch in 4 Jahreszeiten aufgeteilt und jeder Jahreszeit ein männlicher, gutaussehender Charakter zugewiesen.
Jedes Kapitel wird mit einer kurzen Erzählung des jeweiligen Monatsmaskottchens begonnen und lässt den aufmerksamen Leser die Rezepte in einem anderen Licht erscheinen. Auch bei den Rezepten taucht der jeweilige Charakter auf und gibt witzige oder interessante Kommentare ab.
Auch wenn das Buch als Shounen-Ai-Dessertbuch beworben wird, sollte man nicht davon ausgehen, dass jetzt im Buchinnern die Shounen-Ai-Party abgeht. Man sieht keine zwei Charaktere gleichzeitig auf einem Bild, womit der Shounen-Ai-Gehalt und die Pairing-Fantasien ganz dem Leser überlassen werden. Zumindest bekommt Frau ein paar nackte Oberkörper zu sehen.
Da ich selbst kein Freund von Shounen-Ai bin, war ich sehr erleichtert darüber, dass mir keine geballten Shounen-Ai-Vibes entgegen schlugen. Dennoch dürfte das Buch für Fans des Genres sicherlich eine süße Versuchung darstellen, denen sie sich gerne hingeben dürfen. 😉

Der Einband ist leicht gummiert, was für ein Buch für die Küche immer gut ist. Auch im Innenteil hat man auf hochwertiges Papier gesetzt, das nicht gleich Wellen schlägt, wenn mal was daneben geht. (Das ist mir natürlich gleich am Anfang passiert … Schussel lässt grüßen)
Der Druck ist hochwertig und klar. Die Pralinen-Abbildungen sind keine Fotografien, sondern tatsächlich Zeichnungen. Ich muss gestehen, ich glaubte zuerst, es seien Fotografien, die man nachbearbeitet hätte, um es wie gezeichnet aussehen zu lassen.
Ich persönlich mag Fotografien von Essen in solchen Büchern lieber, aber da die Zeichnungen so detailliert sind, kommt man trotzdem in (Fress)Stimmung. Tatsächlich fühlt man sich am Ende nicht so schlecht, wenn es nicht so wie auf dem Foto aussieht, weil es ja „nur“ eine Zeichnung ist. :’D
Als Bonus gibt es noch auf einer Postkarte zum Einlegen ein Brownie-Rezept dazu, das auch ziemlich lecker ausschaut.
Die Innengestaltung ist wie der Einband niedlich und in Pastelltönen gehalten. Ich steh auf Pastell und in dem Sinne war das Buch für mich ein Augenschmaus.

Ich habe mich für das Rezept für die „Knisternougat-Erdbeeren“ entschieden, obwohl noch gar nicht Erdbeer-Saison ist.
Wie in jedem guten Backbuch werden Arbeitsschritte, die in mehreren Rezepten vorkommen, in einer Arbeitsschrittsammlung am Anfang des Buches zusammengefasst. Vor allem für einen Pralinen-Neuling wie mich sind solche Erklärungen sehr, sehr wichtig, damit am Ende auch die gewünschte Praline rauskommt.

Für meine Knisternougat-Erdbeeren musste ich Pralinenformen ausgießen. Die Erklärung dazu ist sehr ausführlich. Wirklich sehr ausführlich. Anderthalb Seiten, um genau zu sein. Aufgrund der vielen Arbeitsschritte, die dafür nötig sind, musste ich mir die Anleitung mehrfach durchlesen. Diese sind im Übrigen sehr eindeutig erklärt und dürften idiotensicher sein. (Spoiler: Meinen Idiotentest haben sie bestanden!)

Um Formen auszugießen, musste ich mich aber noch mit dem Thema „Kuvertüre“ auseinandersetzen. In diesem Teil der Erklärbärseiten steht alles, was man so über Kuvertüre wissen muss: Welche Sorte nutzt man abesten, Verarbeitung, Lagerung und so weiter und so fort. Leider stand weder im Rezept noch in diesem Teil des Buches, wie viel Kuvertüre für ein Rezept gebraucht wird. Ich habe daher die Kuvertüre auf gut Glück eingekauft und gleich mal zu wenig mitgebracht. Um die Füllung verarbeiten zu können, hätte ich zwei Pakete benötigt.

Das Temperieren wird im Buch gerade für Anfänger als nicht ganz einfache Aufgabe bezeichnet. Mit entsprechenden Respekt ging ich an die Aufgabe, meine Kuvertüre zu temperieren, um damit dann die Formen ausgießen zu können.
Da mir kein Küchenthermometer zur Verfügung stand, um die richtige Temperatur zu kontrollieren, habe ich die Kuvertüre in die Küchenmaschine gegeben. Die kann eine voreingestellte Temperatur halten. So konnte ich diese Hürde ganz gut meistern.

Danach habe ich die Pralinenformen nach Anleitung ausgegossen und kaltgestellt, bis diese erstarrt waren.

Als Nächstes war schließlich die Füllung daran: Ich habe die Erdbeeren gewaschen, zerkleinert und schließlich mit einem Pürierstab püriert. Dann habe ich Agar-Agar zum Andicken dazugegeben und das Ganze kurz im Topf aufkochen lassen. Danach wurde auch das kaltgestellt.

Das Nougat habe ich in der Mikrowelle erwärmt und den Knisterzucker (Brause) druntergerührt. Und schon sind alle Füllungszutaten fertig!

In die ausgekühlten Formen gebe ich das ausgekühlte Erdbeergelee und darüber den Noguat. Zum Schluss noch mit Schokolade abstreichen und wieder kühlstellen! Zum Schluss müssen die kleinen Schlawiner noch aus der Form.

Dazu habe ich Silikon-Formen verwendet. Die Autoren empfehlen Polycarbonat-Formen, aber solche habe ich im Handel nicht gefunden. Ich habe eine Form für 7,95€ und eine für 1,49€ gekauft, um mal den Unterschied zu testen. Bei der teureren Form ging mir nicht eine Praline beim Auslösen kaputt. Bei der günstigen sind mir 4 von 15 Pralinen verunglückt. Damit hat die hochwertigere Form für mich gewonnen. 🙂

Ich hatte bei der Umsetzung des Rezepts keine Probleme. Nur zu wenig Kuvertüre, aber das ist nun wirklich zu verkraften. Die Autoren haben eine Seite nur dem Thema gewidmet, was man mit Resten machen kann. Wenn euch also Reste bleiben, dann wird euch selbst damit geholfen.

Und hier noch zum Schluss mein Ergebnis:

Interesse an Sweet Seasons? Im Online- und Buchhandel ist das Buch nicht erhältlich. Man kann das Buch nur auf der Seite des Verlags bestellen: http://sweetseasons.at/
Oder ihr kauft es auf einer der Cons, auf die die Autorin mit ihrem Buch sein wird:

  • Vienna Comic, 6. – 8. April in Wien
  • DoKomi, 19. + 20. Mai in Düsseldorf
  • Für weitere Con-Ankündigungen einfach auf Facebook liken!

 

Ein herzliches Dankeschön an Lace, dass sie mir dieses Buch zugeschickt hat und ich es testen durfte. Es hat mir großen Spaß gemacht! 🙂

https://kamiyas-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sweet_seasons_preview.pnghttps://kamiyas-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sweet_seasons_preview-150x150.pngKamiKarinBackenCosplay, Basteln, EssenAlina Quiner,CatMint Verlag,Lace,Pralinen,Schokolade,Shounen-ai,Sweet SeasonsIch melde mich mit einem zuckersüßen Lebenszeichen zurück und möchte euch heute ein Buch zur Herstellung von Pralinen vorstellen: Sweet Seasons - Süße Verführung. Diese Anleitung für klassische und ausgefallene Pralinen ist vom CatMint Verlag aus Österreich, hinter dem die Autorin Alina Quiner, die auch unter dem Pseudonym Lace bekannt...Anime, Manga, Games und der Rest des Lebens