sweet_amorisMomentan berichten wir ja viel über unsere eigene Visual Novel und veröffentlichen auch fleißig Let’s Plays. Da passt doch eine Review zu einem Manga zu einer Visual Novel bestens ins Programm!
Sweet Amoris ist das wohl erfolgreichste, browserbasierte Otome-Visual Novel außerhalb Japans. Dabei flirtet man sich durch die Kapitel, um die Herzen der Jungs zu erobern. Da man allerdings nur mit genug Energie flirten kann, muss man als Gratis-Nutzer einiges an Geduld mitbringen. Die Zielgruppe sind eher jüngere Mädchen und das gilt auch für den gleichnamigen Manga, der im Übrigen aus Frankreich kommt. Wer mal ins Spiel reinschauen möchte, kann das völlig kostenlos hier tun.
Das ist außerdem der erste Manga, den Kazé nicht aus dem Japanischen übersetzt.

Name: Sweet Amoris
Original: Amour sucré
Autor/ Zeichner: ChiNoMiko, Xian-Nu, Migoto Sen Chu
Übersetzer: Ina Berger (Französisch -> Deutsch)
Bände: 5 (Bisher 1 Band in DACH erschienen, Stand 25.10.2015)
Preis: 6,95€
Lizenzinhaber: Kazé
Genre: Romanze, Shoujo, Drama, Komödie

Klappentext:

Lynn, die Heldin des Onlinespiels Sweet Amoris, möchte eine Geburtstagsparty organisieren. Ihre Tante, sonst nett und verständnisvoll, verbietet es ihr. Sie ist enttäuscht, doch ihre Freunde ermutigen sie und so entschließt sich Lynn, die Party trotzdem zu organisieren. Ihr Plan wird von einer mysteriösen SMS durchkreuzt, die sie in die Arme der drei Jungs treibt, die ihr gefallen, Nathaniel, Castiel und Lysander …

Triff in diesem Manga deine eigenen Entscheidungen und entdecke so verschiedene Liebesgeschichten

Quelle: kaze-online.de

Mein erster Eindruck: Sweet Amoris ist ein Manga für Mädchen, die nur halb so alt sind wie ich (Oh Gott, ich heul gleich…) und wie soll man so einen Manga am besten bewerten?
Aus der Sicht eines pubertierenden Teenies genügen zur besten Unterhaltung schon ein wenig Schnulz und ein paar gutaussehende Kerle. Wenn man mal genau hinschaut, verhalten die sich zwar nicht wie reale Jungs, – und wenn doch, wo waren die in einer meiner Jugend? – aber sie erzeugen eben eine ganz süße Illusion der Liebe: „So läuft es nicht im Leben, aber wäre ja schön, wenn doch.“
Für mich als erwachsene Frau ist das ein wenig grenzwertig, aber dennoch zu einem gewissen Grad unterhaltsam: Da man im Manga als Leser tatsächlich eigene Entscheidungen treffen kann, ist man dazu in der Lage, die Story bedingt zu beeinflussen. Man erhält drei Auswahlmöglichkeiten, wie Lynn sich entscheiden könnte. Diese Wahl sollte man beim Lesen notieren, denn später ergibt sich aus der Summe aller Entscheidungen die große Final-Entscheidung des Bandes.
So ein Konzept kennt der ein oder andere noch aus der Kindheit von den Abenteuerbüchern, in denen man dann mit Entscheidungen zu anderen Seiten springen musste. Ja, so läuft hier das auch. Keine Angst, durch so einen Sprung überspringt man vielleicht mal gerade 2 Seiten und nicht den halben Manga.
Eine gute Idee, wie ich finde, die sich bei dem Grundgedanken der Visual Novels bedient. Inwiefern man einen Vorteil hat, wenn man Sweet Amoris schon gespielt hat, weiß ich leider nicht. :/

Die Ausstattung: Auf ca. 200 Seiten kann man über Lynns Liebesschicksal bestimmen, damit liegt Sweet Amoris auch gut dabei. Der Manga beinhaltet ganze 14 Farbseiten, das ist echt heftig. Das Cover ist im Hochglanz-Standard gehalten und darauf prangt die riesige Aufmachung, dass der Manga nach dem erfolgreichen Online-Game produziert wurde. Als Aufkleber wäre das was netter gewesen, aber vermutlich war das im Französischen schon so.

Gesamtbewertung der Serie:

Unterhaltung: 06/10 Das Unterhaltsamste an dem Manga ist die Entscheidungsfreiheit, die der Leser hat. Damit kann man sich selbst entscheiden, ob man das Ganze ernst nimmt und immer absichtlich die scheinbar schlechteste Entscheidung wählt. Ich für meinen Teil fand es jetzt auch nicht so offensichtlich, was die beste Entscheidung ist.
Zeichnungen: 05/10 Optisch ist alles ja ganz nett, aber teilweise sind Proportionen und Perspektive ein wenig fragwürdig.
Storyverlauf: 04/10 Da man selbst in gewisser Hinsicht auf den Storyverlauf eingreifen kann, ist das Grundgerüst eher schwach. Aber sonst gäbe es auch Anschlussfehler nach den Entscheidungen.
Lettering: 09/10 Ein sehr starkes Lettering mit Voll-Retusche, nur ein kleiner Abzug für die nicht allzu große Varianz der Schriftarten.
Insgesamt: 05/10

Fazit: Kein Meisterwerk! ABER Sweet Amoris ist eine Abwechslung im Manga-Genre. Mit der Entscheidungsfreiheit des Lesers kann selbst eine eher schwache Geschichte halbwegs interessant sein. Die Zeichnungen sind jetzt nicht gerade umwerfend, aber man ist aus Japan auch einfach was anderes gewohnt. Im Endeffekt ist der Manga aber einen Blick wert, insbesondere wenn man jünger ist (oder im Herzen noch jung) und auf zuckersüße Romanze mit Happy End steht. Man sollte das alles nicht zu ernst nehmen, ansonsten werden einem wohl die etlichen Logikfehler auffallen… und stören.

Ein herzliches Dankeschön an Kazé für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars und die freundliche Korrespondenz!

Wenn ihr zu weiteren Titeln Interesse an einem Review habt, dann schreibt uns doch einfach euren Wunsch in die Kommentare.

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