51jyfLwbDNL._SX317_BO1,204,203,200_Mit A silent voice haben wir hier eine aktuelle Neuerscheinung im Blickfeld. Erstmalig entstand die Serie als One-Shot und heimste auch den Award „Newbie Best Mangaka Award“ ein. Doch die sozialkritische Thematik erschwerte damals die Publikation. 2011 wurde er dann endlich publiziert. 2013 enstand die 7 Bände umfassende alternative, verlängerte Version der Geschichte. Derzeit arbeitet Kyoto Animation auch an einer Filmumsetzung, die sehr vielversprechend aussieht. Die ist auch der Grund, das ich mir den Manga nun letztlich gekauft habe.

Name: A silent voice
Original: 聲の形
Zeichnungen / Story: Yoshitoki Oima
Übersetzer: Christine Steinle (Japanisch -> Deutsch)
Bände: 7
Preis: Taschenbuch: 7,00 €
Lizenzinhaber: Egmont
Genre: Drama, Mobbing, Schule

Klappentext: „Hallo, mein Name ist Shoko Nishimiya und ich bin taub. Es freut mich, euch kennenzulernen.“ steht in großen Lettern auf einem Blatt Papier geschrieben, welches Shoko in die Höhe hält.
Trotz anfänglicher Toleranz ist ihr Handicap für ihre Mitschüler ein Problem und das lassen sie Shoko spüren. Besonders der vorlaute Ishida ist ganz vorne mit dabei und zusammen machen sie ihr das Leben schwer.
Viele Jahre später sucht Ishida Shoko erneut auf, um sich für Vergangenes zu entschuldigen. Aber wie soll er ihr, nach allem was geschehen ist, je wieder unter die Augen treten?
Quelle: Egmont

Mein Gesamteindruck: Puh, da hab ich mir ja was ausgesucht. Schwere Kost könnte man sagen. Geschichten über Mobbing sind immer hart, auch A silent voice bildet hier keine Ausnahme. Die Geschichte beginnt eigentlich ganz harmlos.
Shoya, der zu der Zeit noch in der sechsten Klasse ist, ist ein ziemlicher Haudegen. Damit er sich nicht langweilt, stellt er mit seinen Freunden allerhand Unsinn an. Nichts ist zu waghalsig. Seine beiden Kumpels beginnen langsam sich von ihm abzusondern, weil andere Dinge wichtiger werden, wie z.B. die Paukschule. Dennoch sind die drei immer noch gute Freunde. Doch alles ändert sich, als die taube Shoko in seine Klasse kommt. Anfänglich sind alle noch total nett zu ihr und helfen ihr, wo sie nur können. Doch Shoya beginnt aus Langeweile das Mädchen zu traktieren und testet immer wieder, ob das Mädchen auch wirklich taub ist. Er geht sogar so weit und reißt ihr die Hörgeräte aus den Ohren. Die Klasse schaut zu und macht sogar stellenweise mit. Als sich jedoch Shokos Mutter einschaltet, bekommt die gesamte Klasse eine ziemliche Standpauke von ihrem ziemlich blöden Klassenlehrer, dem die Mobberei bewusst war, aber viel zu wenig dagegen getan hat. Fortan wird Shoya von der Klasse gemobbt. Sogar von seinen einstigen Freunden. Shoya gibt die Schuld an alledem dem tauben Mädchen und macht ihr weiterhin das Leben schwer, während sie wiederum versucht, Shoya zu helfen. Letztlich nimmt Shokos Mutter das Mädchen erneut von der Schule, um sie zu schützen. Shoya wird mit der Zeit schmerzlich bewusst, dass er nicht gerade wirklich nett zu dem Mädchen war und sucht nun nach ihr, um sich aufrichtig bei ihr zu entschuldigen und hier beginnt eine tragische Geschichte, die den Leser so einige Male schwer schlucken lässt. Aber lest selbst.

Die Ausstattung: Der erste Band umfasst 192 Seiten und hat keinerlei Farbseiten. Der Einband ist handelsüblich und für 7,00 € hätte ich zumindest eine Farbseite erwartet.

Gesamtbewertung der Serie:

Unterhaltung: 08/10 Eine tiefgründige schwerwiegende Geschichte, die einem aufzeigt, wie schlimm Mobbing für Einzelne sein kann und was man aus einer Laune heraus bereit ist zu tun. Shoya ist einem zu Beginn alles andere als symphatisch, aber auch die gesamte Klasse ist einfach nur zum Davonlaufen. Auch das Thema Intregration von behinderten Menschen wurde gut aufgegriffen, auch wenn es hier einen sehr bitteren Beigeschmack hat und nur zu hoffen ist, dass es in Japan nicht ausschließlich so läuft…
Zeichnungen: 07/10 Die Zeichnungen sind gewöhnungsbedürftig. Manchmal wirken sie irgendwie schlampig, aber haben dann doch wieder ihren ganz eigenen Stil.
Storyverlauf: 08/10 Der Ausflug in die Vergangenheit dauerte mir persönlich etwas zu lange und ich hoffe, dass es nun in der Gegenwart weitergeht. Allerdings war die kurze Exkursion in die Vergangenheit ja auch wichtig.
Lettering: 07/10 Standard Lettering. Ein Punkt Abzug gibt es auf jeden Fall für die nervenden Caps. Erschwert den Lesefluss deutlich.
Insgesamt: 08/10

Fazit: „A silent voice“ ist kein Titel für mal eben Zwischendurch. Er hinterlässt einen bitteren Beigeschmack und regt zum Nachdenken an. Er kommt bislang nicht an einen Titel wie Confidental Confessions heran, ist aber dennoch schwere Kost. Ich bin gespannt wie sich die Geschichte im weiteren Verlauf entwickeln wird und freue mich schon auf den Film. Freunde von tiefgründigen, eher traurigen Geschichten werden hier sicherlich auf ihre Kosten kommen.

Wenn ihr zu weiteren Titeln Interesse an einer Review habt, dann schreibt uns doch einfach euren Wunsch in die Kommentare.

https://kamiyas-blog.de/wp-content/uploads/2016/07/silent-voice-visual.jpghttps://kamiyas-blog.de/wp-content/uploads/2016/07/silent-voice-visual.jpgKasseopayaAnime & MangaMangasReviewsa silent voice,Egmont,Mobbing,Yoshitoki OimaMit A silent voice haben wir hier eine aktuelle Neuerscheinung im Blickfeld. Erstmalig entstand die Serie als One-Shot und heimste auch den Award 'Newbie Best Mangaka Award' ein. Doch die sozialkritische Thematik erschwerte damals die Publikation. 2011 wurde er dann endlich publiziert. 2013 enstand die 7 Bände umfassende alternative,...Anime, Manga, Games und der Rest des Lebens