Wolf Girl & Black Prince deutsches Cover © 2017 Naoya Matsumoto, Panini Verlags-GmbH

Ganz frisch aus dem Druck kommt Pochi & Kuro, einer der neuen Titel aus dem Verlagshaus Panini. Doch was taugt der Neuzugang auf dem hiesigen Manga-Markt?

Pochi & Kuro

Delikatesse zum Verlieben

Das witzige Cover weckte mein Interesse an Pochi & Kuro. Dazu kam dann noch das Blood Lad-ähnliche Setting. Mehr braucht man kaum, um mich zufriedenzustellen. Na gut, kommen wir mal zu den harten Fakten:

Pochi & Kuro ist in Japan bereits mit 4 Bänden abgeschlossen und dürfte damit insbesondere für Freunde von kurzen Reihen von Interesse an. Der Mangaka Naoya Matsumoto brachte mit Pochi & Kuro seinen zweiten Titel in Japan heraus, in DACH ist es allerdings sein erster.

Die Eckdaten

Name: Pochi & Kuro
Original: ポチクロ (Pochi Kuro)
Autor/ Zeichner: Naoya Matsumoto
Übersetzer: Burkhard Höfler (Japanisch -> Deutsch)
Bände: 4 (in DACH bisher 1 Band erschienen, Stand: 29.03.2017)
Preis: 7,99 €
Lizenzinhaber: Panini
Genre: Liebeskomödie, Fantasy

Die Handlung

Der Dämon Kuro und sein bester Kumpel Leo sitzen eines Abends an einem Teich in der Dämonenwelt und angeln ihr Abendessen. Doch statt dem üblichen Schund, der sonst so auf den Tisch kommt, beißt eine ganz besondere Delikatesse an: Ein Menschenmädchen! Aufgrund der massiven Sprachbarriere zwischen Futter und Futterer wird das Mädchen kurzerhand Pochi getauft.
Doch kann man noch etwas essen, das man bereits einen Namen gegeben hat?

Meine Meinung

Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, fühlte ich mich sehr stark an Blood Lad erinnert. An die Anfänge von Blood Lad, als die Serie einfach noch witzig und charmant und nicht mit überkrassen Kämpfen überschwemmt war.
Macht das aber Pochi & Kuro auch zwangsläufig zum besseren Titel? Jein. Während Blood Lad früh ins Shounen findet, hält Pochi & Kuro den Comedy-Anteil schön hoch. Die Serien allzu sehr miteinander zu vergleichen, funktioniert also nicht ohne Weiteres.

Worauf lasse ich mich ein?

Comedy, Comedy, Comedy. Und ja, auch etwas Action und ganz am Rande eine einseitige Romanze, die die Komik noch einmal in die Höhe schnellen lässt. Das alles verpackt in mal gerade 4 Bände dürfte kurzweilige Unterhaltung versprechen.

Weniger ist mehr

Gott sei Dank wirft Naoya Matsumoto seine Leser nicht mit Charakteren zu.
Kuro ist ein ziemlich dämlicher, streitsüchtiger, aber sehr mächtiger Dämon, der in den niederen Gefilden der Dämonenwelt sein beschauliches Leben als Schläger verbringt. In seinem Charakterprofil steht, dass sein Gehirn nur so groß wie das eines Hamsters ist. Es grenzt also an ein Wunder, dass er sich artikulieren kann.
Quasi auf den ersten Blick verknallt er sich in das Menschenmädchen, das er ganz schnell Pochi tauft. Und für sie würde er so ziemlich alles tun. Das beweist er immer wieder und stellt dabei seine gigantischen Kräfte zur Schau. Hin und wieder wirkt er dabei sogar ziemlich cool.
Pochi ist als Heldin ein wenig unglaubwürdig, daher sollte man bei ihr nicht ganz so genau hinsehen. Sie verhält sich fast schon zu souverän, kurz nachdem sie in die Dämonenwelt geangelt wurde.
Sie ist eine gute Seele mit Kampfgeist und ein guter Portion Eigensinn, was auch oft zu ulkigen Szenen führt.
Leo ist als Kuros bester Freund ein Kätzen-Dämon, der unsagbar schwach ist. Er fungiert als Stimme der Vernunft und bildet damit mit dem verblödeten Kuro eine gute Einheit.
Als Antagonist gibt es dann noch den verqueren Prinzen Ishizu und seinen verantwortungsbewussten Katzen-Butler Sebas-nyan. Ishizu dürfte nicht viel intelligenter als Kuro sein, wenn man sich sein Verhalten so anschaut.

Gut für uns, das macht es nur noch lustiger.

Fazit

Wer hier nach Tiefsinn und epischen Battles sucht, sucht vergebens.
Pochi & Kuro wird durch sympathische Charaktere und gut eingesetzte Situationskomik getragen und nicht etwa durch eine berauschende Story. Zeichnerisch befinden wir uns auf ’nem guten Shounen-Niveau. Auf Ecchi-Szenen wird vollständig verzichtet, was es eigentlich nur noch sympathischer macht.
Ich kann den Titel voll und ganz allen Freunden von kurzweiliger und kompakter Unterhaltung empfehlen. Mit nur insgesamt vier Bänden ist die Serie für Freunde von kurzen Serien eine ganz besonders heiße Empfehlung.

 

Ein herzliches Dankeschön an die Panini Verlags-GmbH für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars und die freundliche Korrespondenz.

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