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„Kind geh nun zu Bett,
Ich will Dir eine Geschichte erzählen.
Von Lemuria, einem längst vergangenen Reich,
Und einer Maid, die den Ruhm musste wählen…“ – Prolog Child of Light

Wer sich jetzt zurück in seine Kindheit versetzt fühlt und an Märchenbücher denkt, ist in der richtigen Stimmung für dieses Spiel. Ein etwas kitschiges und komplett in Reimform abgehaltenes Spiel in 2D-Optik erwartet einem bei „Child of Light“. Als wär man in ein Gemälde gefallen, kommen die Hintergründe daher und man fühlt sich ein bisschen wie in Shakespeares Sommernachtstraum (oder im Deutschunterricht und die Qual einer Gedichtinterpretation) – aber das kommt wahrscheinlich auf den Standpunkt drauf an. Von meiner Seite aus war ich ganz gerührt und geschüttelt und fand es einfach wunderschön anzusehen.

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Auf dieses Spiel habe ich nicht lange warten können – und es mir gleich als digitale Version gekauft für günstig Geld. Jetzt könnt‘ ich mir in den Hintern beißen, weil die Deluxe Version noch ein paar sehr hübsche Gimmix dabei hat.

Titel: Child of Light
Originaltitel: Child of Light
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Plattform: Windows, Xbox 360, Xbox One, Playstation 3, Playstation 4, Wii U
Genre: Fantasy, Rollenspiel
Steuerung: Tastatur & Maus, Gamepad
Sprache: deutsch
Altersfreigabe: 6 Jahre
Mindestanforderungen: CPU: Dual Core mit 2.6 GHz/ AMD Athlos II X2 240 mit 2.8 GHz, 2 GB RAM, GeForce 8800 GT/ AMD Radeon HD2900 XT, 3 GB freier Speicherplatz, Internetverbindung
Offizielle Homepage: http://childoflight.ubi.com/col/en-GB/home/index.aspx

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„In Austrias Kronland einst ein Herzog regierte,
Ihm ward Aurora zur Tochter geboren…“

Und hier steigen wir mal gleich ein, denn die Kleine ist die Hauptfigur und stirbt noch während die Erzählerin erzählt und erwacht in einem Land namens Lemuria. Während sie dies alles noch für einen Traum hält, begnetet sie ihrem ersten Weggefährten: dem Glühwürmchen Igniculus – und eigentlich ist er auch kein Glühwürmchen, sondern eher eine Art Elf (der halt aussieht wie eine kleine, leuchtende Kugel) und der ist ungeheuer praktisch (und wenn man gerne zu zweit spielen möchte, kann der Spielpartner gerne Igniculus übernehmen – dann muss man diesen nicht selber mitschleifen).

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Nun, die Geschichte an sich ist recht simpel gestrickt, aber mit viel Liebe zum Detail erzählt. Die einzelnen Abschnitte von Lemuria sind liebevoll gestaltet, man findet viele versteckte Orte – dafür muss man sich jedoch Zeit lassen. Außerdem macht das Spiel so richtig Spass, wenn man nach dem ersten kurzen Teil endlich fliegen kann, da kommt man dann auch wirklich an alles dran und es lohnt sich den ersten Abschnitt noch mal gründlich zu durchfliegen.
Ziel der Geschichte ist: Befreie Sonne, Mond und Sterne (kein Witz – und in meinem Kopf ist Igniculus die Laterne), die von der schwarzen Königin geraubt wurden und seither fiese Kreaturen in Lemuria hausen. Die lernt man auch gleich mal kennen…

…in dem rundenbasierten Kampfsystem, wobei das Glühwür-, ehm, Igniculus sehr hilfreich ist, um die Gegner etwas auszubremsen.
Mit Hilfe seines Leuchtens kann man den Gegner verlangsamen und so schneller wieder am Zuge sein.
Im Laufe des Spiels schließen sich einem noch einige Freunde an, die grade bei den Kämpfen sehr hilfreich sind. Denn man kämpft sobald man eine weitere Leut in der Truppe hat, immer zu zweit (und kann auch im aktuellen Kampf auswechseln).
Zum Gefolge gehören zum Beispiel Rubella (die Hofnärrin) oder Finn (der Cupelli? Capelli? Zwerg! Bart = Zwerg. Ich hab‘ den Namen vergessen…), dem folgen dann noch einige andere. Und wer sich bei der sprechenden Maus an Narnia erinnert fühlt: Das passiert nur in deinem Kopf.

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Gut ist: man kämpft maximal gegen drei Gegner gleichzeitig und nach dem Kampf bekommen alle Mitstreiter Erfahrungspunkte. Die sind sehr nützlich, denn so erlangt man schnell Fertigkeitspunkte für den Fähigkeitenbaum, den man nach und nach vervollständigen kann. Nebenbei (und das macht Spass) kann man songenannte Oculis sammeln und diese können fusionieren und dann bekommst du bessere Steine. Und ja, ich habe das so lange gemacht, bis ich alles hatte, was man wohl haben kann (beim Diamanten ist Schluss…das war traurig). Man kann die Figuren mit diesem Oculis ausrüsten, dabei sollte man den grade zu durchquerenden Landabstrich aber nicht vergessen, diese sind meistens einem Element zugeordnet (Feuer macht sich in einer Wasserwelt nicht so gut).

Eine Sache, die mich etwas gestört hat, waren die teilweise sich doch sehr ähnelnden Gegner (so liebevoll designt, aber eine Spinne, bleibt eine Spinne – egal ob sie rot oder grün oder blau ist – eine Spinne halt).

Die Rätsel sind keine allzu große Herrausforderung, dass gleiche gilt für die Kämpfe (die auch im Modus „schwer“ recht gut schaffbar sind).

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Gameplay: 08/10 Das Gameplay ist übersichtlich und man prägt es sich schnell ein. Wie gesagt, rundenbasierte Kämpfe, das Glühwürmchen muss man im Einzelmodus selbst bedienen, aber das ist kein Manko. Man bekommt am Anfang eine kleine Einführung. Vollkommen ausreichend.
Grafik: 10/10 Als würde man durch ein Märchenbuch taumeln – ein in Wasserfarben gehaltenes 2D-Gedicht. Wunderschön anzusehen.
Story: 8/10 Die Story ist einfach aber gut. Besonders die Erzählerin bringt etwas Tiefe herrein, denn die Charaktere reimen sich ja von einem zum anderen, dass kann es manchmal etwas anstrengend machen – man muss sich halt darauf gefasst machen, als wäre man bei Shakespear zum Tee.
Soundtrack: 10/10 Der Sound, der einen durch das Spiel begleitet, ist wunderschön. Das melodisches Klavierspiel bleibt im Ohr und unterstreicht ganz wunderbar dieses sehr künstlerische Spiel.
Spielspaß: 9/10 Das Spiel hat mir viel Spass gebracht, es ist halt alles sehr ruhig und entspannt. In zwei Tagen hat man das Spiel locker durch (so etwa 13 Stunden? Wenn man noch ein bisschen was entdecken will, kann man da sicher noch ein paar Stündchen raus holen). Es ist halt eher ein Genuß für die Augen als für das Gameplay. Ich bin und bleibe, und das merkt man meinem Fazit wahrscheinlich auch an, ein großer Fan von dieser Art Spiele.
Insgesamt: 9/10

Fazit: Das ganze Spiel erinnert an die wunderbaren alten JRPGs – optisch ein Glanzstück.

Und Lindsey Stirling gleich mal dazu:

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