black_cat_indexBlack Cat ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, was dem guten Anime keinen Abbruch tut. Die Serie erschien 2005 in Japan und 2007 unter OVA Films bei uns in Deutschland. Das damalige Release ist leider an mir vorbeigangen, doch jetzt kann ich die Serie endlich nachholen. Nachdem OVA Films pleite ging, konnte man die Restbestände noch bei Nipponart erstehen. Der 20 Bände umfassende Manga ist damals ebenfalls in DACH beim Carlsen Verlag erschienen von 2005 bis 2008. Mittlerweile ist jedoch die Lizenz ausgelaufen und der Manga ist nur noch auf eBay erhältlich.

Aber nun erst einmal ein paar Eckdaten zur Veröffentlichung:

Name: Black Cat
Original: ブラックキャット
Regie: Shin Itagaki
Animationsstudio: Gonzo
Genre: Action, Drama, Krimi, Komödie
Episoden: Komplettbox
DVD-Typ: DVD 9, 5 Disks, 600 Minuten Spieldauer
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren
Ausstattung: Deutsche Synchro, Japanisch mit deutschen Untertiteln
Preis: ~ 49,99 € (amazon), 64,95 € (nipponart)
Lizenzinhaber: nipponart
Shop des Publishers: Shop
Bonusinhalt: Poster, Booklet, Interviews

Inhalt

Die Kronos-Organisation kontrolliert die Welt und einer ihrer berüchtigtsten Assassinen ist Train Heartnet. Wegen seiner einzigartigen Reflexe wird er auch „Black Cat““ genannt.Dass hinter der Fassade des kaltblütigen Killers mehr steckt als es zunächst den Anschein hat, zeigt sich, als Train auf die Kopfgeldjägerin Saya trifft und sich sein Leben schlagartig ändert…

 

VERPACKUNG

Der Schuber sieht ziemlich schick aus und ist aus festem Karton gefertigt, den die Post leider etwas verschandelt hat… Farblich gut abgestimmt mit dem Cover und der Logoschriftart ist der Schuber ein Hingucker.

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Der Schuber von Black Cat reiht sich stylistisch wunderbar neben die anderen Collectors Editionen von nipponart ein. Wovon es mittlerweile ja schon einige gibt. Ich persönlich finde es sehr gut, wenn man erkennt, was zu welchem Publisher gehört.

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Wie auch schon bei den vergangenen Nova-Case-Schubern wurden hier zahlreiche unterschiedliche Artworks zur Serie gewählt, die für jeden Teil einer Disk stehen. Somit haben wir fünf verschiedene Artworks von Black Cat auf dem Äußeren Teil.

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Das Design an sich ist einfach. Ein Artwork, etwas weiß und dann das nächste Artwork. Passend zum Schuber haben wir den rötlichen Rand am unteren Teil. Schlecht sieht es in jedem Fall nicht aus.

Auch im inneren Teil wurden unterschiedliche Artworks gewählt die sich nicht wiederholen.

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Alle Printmedien sind sauber und klar gedruckt und sehen hochwertig aus.

BILD

Wie ihr auf den Screens weiter unten sehen werdet, lässt das Bild leider zu wünschen übrig. Ja, die Serie ist elf Jahre alt, ja es ist einfach alt. Dennoch wie wir bei z.B. Grenadier sehen konnten, ist es durchaus möglich gute Qualität auch auf DVDs von alten Serien herauszubringen. Die Serie hat mit Banding, Blocking und Treppchenbildung zu kämpfen sowie interlacing, was den Sehgenuss mehr als einmal trübt. Selbst auf dem TV ist das ganze nicht gerade ein Augenschmaus und grenzt stellenweise schon mehr an Pixelmatsche. Dennoch möchte ich hier nicht nipponart an den Pranger stellen, denn die Serie wurde damals von Gonzo produziert und die hier aufgezählten Mankos allen voran das Interlacing waren genauso bei Last Exile und Speed Grapher zu finden.

© 2005 Kentaro Yabuki/ SHUEISHA, BLACK CAT Project © 2016 nipponart GmbH

TON

Den Ton finden wir in einwandfrei abgemischten Dolby Digital 2.0 für die japanische Tonspur und in Dolby Digital 5.1 als auch in DTS 5.1 für die deutsche Tonspur vor. Die deutsche Tonspur ist wieder ein wenig lauter als die japanische Synchronfassung, was lediglich beim Switchen stört. Da man das in der Regel aber nicht tut, würde ich das hier auch eher vernachlässigen. Ansonsten passt nämlich alles super und wurde einwandfrei abgemischt. Warum man allerdings hier einen 5.1 Sound findet ist mir etwas unklar und auch eher unsinnig.

UNTERTITEL

Die Untertitel zu Black Cat sind schlichtweg zu Schlicht. Die Schriftart wirkt durch ihren Digitalen Aspekt hochskaliert sehr unscharf und ist generell etwas zu dünn geraten. Wie damals üblich weisen sie Blinking und teils viel zu kurze Einblendezeiten auf.

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© 2005 Kentaro Yabuki/ SHUEISHA, BLACK CAT Project © 2016 nipponart GmbH

Die Dialoge sind gut geschrieben und passen zu den jeweiligen Charakteren und wirken auch nicht aufgesetzt.

Bei den Schildern wurde sich zumindest im Folgentitel Mühe gegeben und sogar eine andere Schriftart verwendet.

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© 2005 Kentaro Yabuki/ SHUEISHA, BLACK CAT Project © 2016 nipponart GmbH

SYNCHRONISATION

Wie soll ich hier am Besten anfangen. Die Synchronisation von Black Cat hat mir nicht so gut gefallen. Zum einen kennt man die Sprecher schon aus x anderen Serien und zum anderen war die eine oder andere Stimme vor allem im Nebencast schlecht und unpassend besetzt.

Allen voran die Sprecherin von „Eve“ Katja Liebing. Irgendwie wurde ich mit ihr in dieser Rolle nicht richtig warm. Dabei versteht sie ihren Job eigentlich. Als Bulma in Dragon Ball fand ich sie gut besetzt. Noch schlimmer besetzt fand ich allerdings die Bardame Annette Pias gesprochen von Ilya Welter. Versteht mich nicht falsch. Die Frau macht ihren Job gut, aber ich finde das die Stimme einfach nicht zur Figur passt. Und da haben wir auch schon das Hauptproblem. Manche Stimmen passen einfach nicht zu ihren Charakteren und stellenweise wirken die Dialoge so aufgesetzt gesprochen, dass man sie den Charakteren kein Stück abkauft. Ob da gerade jemand ein tiefsinniges Gespräch über das Leben und Auftragsmorde führt oder ob mir ein Fernseher verkauft wird. Es hätte schlichtweg das gleiche sein können. Wirklich schade. Aber es gibt auch Lichtblicke.

Dieser heißt Simon T. Roden und spricht Train. Auch er ist in Black Cat lange nicht so gut wie in aktuellen Produktionen wie z.B. Magi in der er den großartigen Sindbad spricht, dennoch leistet er hier als einziger einer gute Darstellung seiner Figur ab. Ebenfalls gefallen hat mir Corinna Dorenkamp als Saya die als Einzige von mir auch in Punkto Tiefe Punkten konnte. Eine wohltat für die Ohren.

Insgesamt würde ich die Synchronisation als mittelmäßig bewerten. Es reicht gerade noch, um sich die Serie mit Dub anzuschauen, ich bevorzuge hier jedoch die deutlich gelungenere japanische Sprachfassung, wären da nicht die furchtbaren Untertitel…

Sprecher:
Train Heartnet: Simon T. Roden
Sven Vollfield: Stephan Schleberger
Eve: Katja Liebing
Linslet Walker: Sarah Brückner
Saya Minatsuki: Corinna Dorenkamp

Einen kurzen Eindruck könnt ihr euch im oben verlinkten Video machen.

MENÜ

Das Menü wirkt etwas Psychodelisch und ist aus dem Opening gescreent. Im Hintergrund läuft ein nettes Hintergrundlied. Ja, mehr gibts hier auch schon nicht zu sagen.

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© 2005 Kentaro Yabuki/ SHUEISHA, BLACK CAT Project © 2016 nipponart GmbH

EXTRAS

Als Extras liegt ein Poster und ein Booklet bei.

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Als digitale Extras gibt es drei Interviews und die Creditless Varianten vom Ending und Opening. Die Interviews sind interessant und informativ. Es wurden einmal der Songwriter Ryouji Matsuda, die Sängerin des Openings Yoriko und die Band die das Ending performed „Puppy Pet“ interviewed. Das ganze gibt es als OmU. Leider wurde das Bild sehr mit Text zugeklatscht. Mitunter läuft unten der japanische Text durch, darüber der deutsche Untertitel zu dem was gerade gesprochen wird und oben im Bild steht die deutsche Übersetzung der Texteinblendung. Das sieht dann so aus:

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© 2005 Kentaro Yabuki/ SHUEISHA, BLACK CAT Project © 2016 nipponart GmbH

Das sich das natürlich nicht allzu toll lesen lässt ist klar. Dennoch sind die Interviews einen Blick wert.

Laufzeit Extras: 30 Minuten

FAZIT zu Black Cat

Black Cat ist durchaus eine gelungene deutsche Lokalisierung mit ein paar Schwachpunkten, die dem guten Anime an sich aber nicht im Wege stehen sollten. Der Anime weiß vorallem durch seine Actiongeladenen und teils schon als tiefsinnig zu bezeichnenden Story zu überzeugen. Man muss sich allerdings durch das erste drittel der Serie etwas durchkämpfen. Es gibt zahlreiche Charaktere die näher vorgestellt werden und  so nach und nach die nötige Tiefe entwickeln, um Black Cat zu einem guten Anime werden zu lassen. Anfangs ist man einfach noch damit beschäftigt die Komplexität der Hintergründe zu ergründen. Ist die Hürde jedoch genommen, fängt de Anime an richtig Spaß zu machen.

65 Euro wär mir die Serie aufgrund der schlechten Bildqualität und der eher mittelmäßigen Synchronisation allerdings nicht wert und zumindest ich würde hier warten, bis nipponart wieder einen seiner lukrativen Sales anbietet. Hier kann man gut Schnäppchen schlagen. In der heimischen Sammlung sollte der Anime meiner Ansicht nach allerdings nicht fehlen ;D.

Ein herzliches Dankeschön an nipponart für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die freundliche Korrespondenz!

Testgeräte: Samsung UE50H5570; Samsung UE32J6250, Samsung BD-J4500/4500R, Sony PS4; Sony PS3; PC

© 2005 Kentaro Yabuki/ SHUEISHA, BLACK CAT Project © 2016 nipponart GmbH

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