DSC01412Wie versprochen soll es auch heute wieder mit Essen weitergehen. Denn der Conbook Verlag und der Autor Andreas Neuenkirchen luden zum Krimi-Dinner ein.

In dem Restaurant ManThei sollte den Literaturliebhabern japanische Kost und ein Schwenk aus dem aktuellen Buch „Yoyogi Park“ von Herrn Neuenkirchen erwarten. Schon zum dritten Mal lud der Conbook Verlag ins ManThei zu einer Lesung. „Yoyogi Park“ gehört zu einer neuen Sparte des „Verlags für Literatur & Länder“. Dabei geht es um die Verbindung von der Kultur eines fremden Landes mit einer packenden Kriminalgeschichte. Und es herrschte volles Haus! Umso mehr freute ich mich über die Einladung zu diesem attraktiven Event.

Das ManThei liegt inmitten von Düsseldorf im Stadtteil Bilk. Die Atmosphäre ist modern und gemütlich. Und nach einer herzlichen Begrüßung wurde den Gästen auch schon der Fahrplan für den Abend serviert:

  • 1. Gang: Edamame mit Algensalat und Teigtaschen
  • 2. Gang: Kalte Soba-Nudeln
  • 1. Lesung (Ausschnitt vom Anfang)
  • 3. Gang: Sushi-Platte
  • 4. Gang: „Grüner Tee“-Eis auf Ananas
  • 2. Lesung (Ausschnitt aus einer Szene im Maid Café)
  • Autogrammstunde

Die Gäste warten in dem Lokal ManThei gespannt auf die Lesung.

Dieses Krimi-Dinner fand gelöst von der Dokomi statt, allerdings waren Verlag und Autor am Samstag auf der Dokomi: Im Handgepäck eine Autogrammstunde und eine Krimi-Schnitzeljagd. *-* Ich muss an dieser Stelle einfach ein großes Lob an die Küche des ManThei aussprechen: Alles war wirklich sehr, sehr lecker. Und das sage ich, obwohl ich der japanischen Küche nicht so angetan bin, insbesondere Sushi. Dieses Sushi war aber einfach köstlich! Ich kann das Etablissement wirklich jedem nur ans Herz legen!

„Ästhetik vor Technik“

Andreas Neuenkirchen ist gebürtiger Bremer und lebt derzeitig in München. Er bezeichnet sich selbst ungern als Japan-Experte. Ende der 90er Jahre musste er dienstlich und überaus kurzfristig zur Tokyo Game Show nach Japan reisen, um dort als Vertreter einer dt. Fachzeitschrift einzuspringen. Dies war sein erster richtiger Kontakt mit Japan, im Vorfeld kannte er zwar Mangas und Animes, hätte sich aber niemals als großer Fan dieser Medien bezeichnet. Durch seinen Besuch in Japan begann sich jedoch eine Japan-Affinität zu entwickeln, die ihn noch bis heute begleitet.
Insbesondere durch seine japanische Ehe bekam er Einblicke in diese fremde Kultur, von denen man als Tourist vermutlich nur träumen könnte. Im positiven, wie im negativen Sinne natürlich.

„Seit ich weiß, dass es Bücher gibt, möchte ich sie schreiben“

DSC01372Der Wunsch, Schriftsteller zu werden, ist in Andreas Neuenkirchen (s. Bild links) tief verwurzelt. Doch sein Stil ist sein eigener: Modern, erfrischend und international. Er hat zwar Lieblingsautoren, aber keine konkreten Vorbilder.

Als Krimi-Fan geht Andreas Neuenkirchen also den nächsten Schritt in seinem Werdegang als Schriftsteller. „Yoyogi Park“ spielt in Japan, ein paar Monate nach dem Unglück in Fukushima, und entführt uns in diese andere Kultur und gleichzeitig an die Tatorte grausamer Verbrechen.

Klappentext:

Fünf Leichen in drei Tagen, eine Metropole voller Glanz und Gift – und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit

Frühling in Tokio: Im Yoyogi Park nimmt das jährliche Kirschblütenfest ein jähes Ende – die Leiche einer jungen Frau wird gefunden. Es ist der erste große Fall für Inspektorin Yuka Sato und ihr Team. Schnell stellt sich heraus, dass der Mord Teil eines größeren, weitaus dunkleren Geheimnisses ist. Eine tote Familie auf einem Dachboden, ein scheinbarer Selbstmord in einem Wohnheim, ein Internet-Forum für jugendliche Ausreißer, eine mäßig erfolgreiche Fernsehserie und eine hoffnungsvolle junge Schauspielerin sind Teile eines Puzzles, das Sato schnell zusammensetzen muss. Denn weitere Leben stehen auf dem Spiel – auch ihr eigenes.

Die junge Polizistin ermittelt in Tokios bunten und bizarren Subkulturen von Harajuku und Akihabara, in den glänzenden Wolkenkratzern und namenlosen Nebengassen des Business- und Vergnügungsviertels Shinjuku sowie in den trügerisch verschlafenen Vororten am Rande der Mega-City. Doch letztlich führen alle Wege zurück an den Ort, an dem alles begonnen hat. Im Yoyogi Park liegt der Schlüssel zu einem grausamen Geheimnis.

Yoyogi Park nimmt Sie mit in das moderne Tokio mit all seinen Verlockungen und Gefahren, seiner Pracht und seinen Abgründen. 35 Millionen Einwohner. Einer ist der Mörder. Und sein nächstes Opfer kennt er bereits.

Quelle: conbook-verlag.de

Kriminal-Romane sind weit von dem entfernt, was ich für gewöhnlich lese. Derzeitig wälze ich mich durch die Scheibenwelt von Terry Pratchet. Und natürlich Mangas. Ja, wir lesen sie alle viel, vermutlich viel zu viel. Ich persönlich werde mich aber nie den Romanen abwenden können. Ein gut geschriebener Roman, der einen mit Haut und Haar in den Bann zieht, weckt in mir wahre Leselust.
Ich bekam ein Ansichtsexemplar von „Yoyogi Park“ leider erst wenige Tage vor der Dokomi zugesandt, sodass ich nur die ersten 50 Seiten bis dahin gelesen hatte. Aber das genügte mir schon, um zu erkennen, dass ich es hier mit einem durchaus lesenswerten Roman zu tun hatte.
Der Schreibstil ist modern, erfrischend und kurzweilig. Dazu kommt die Verflechtung von Kriminalgeschichte und japanischer Popkultur, die mich als Leserin begeistert. Wir kennen sie doch alle: Diese Maid Cafés und die Lolitas. Doch hier werden sie so gezeigt, wie sie sind. Eben mal nicht aus der Sicht eines Otakus, sondern aus der Sicht einer Polizistin in ihren Dreißigern.
Die im Roman beschriebenen Örtlichkeiten hat Herr Neuenkirchen zum Großteil auch schon selbst besucht. Dieser Roman ist doch nicht nur was für Japan-Fans, Otakus und dergleichen. Nein, auch all jene, die sich mit der japanischen Kultur nicht so auskennen, kommen voll auf ihre Kosten: Das Buch wurde mit einem ausführlichen Glossar zu allen Begrifflichkeiten ausgestattet, die dem Leser unbekannt sein könnten. Wie zum Beispiel das Wort „Otaku“! 😀

Dieser Krimi ist als 4-Teiler geplant. Dabei soll jeder Teil eine Jahreszeit abdecken. „Yoyogi Park“ ist dabei das Frühlingsbuch und steht daher im Zeichen der Kirschblüte. Das zweite Buch ist bereits in Planung und die Bücher sollen nach Möglichkeit jährlich erscheinen.

Ich persönlich werden den Autor und seine Werke weiterhin verfolgen und freue mich schon auf den 2. Band! Der Roman hat mir wirklich viele schöne Stunden geschenkt. Also legt eure Mangas mal beiseite und schaut in dieses großartige Buch rein!
Und wer seinen Bekannten mal sein Hobby näherbringen möchte, ohne ihn gleich zu schocken, kann hier wirklich beherzt zugreifen! 😉 Glaubt mir, dieses Buch dürfte mehr Wirkung als ein Anime-Marathon haben! 😉

Und deshalb habe ich mir auch gleich ein Autogramm geben lassen:

Und als Bildergallerie:

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