Samurai 7 ist ein actiongeladenes Sci-Fi-Cyperpunk-Epos der etwas anderen Art. Der Anime basiert auf dem erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Film „Die sieben Samurai“ von Akira Kurosawa. Die Serie wurde 2004 von Gonzo aufwändig mit vielen CGI-Elementen animiert und sah damals eigentlich ganz toll aus. Wie wir aber wissen, sind die Blu-ray und DVD Veröffentlichungen aus diesem Studio meistens übersät mit Interlacing Problemen. Ob das auch für Samurai 7 gilt, werden wir euch in dieser Review verraten.

Aber nun erst einmal ein paar Eckdaten zur Veröffentlichung:

Name: Samurai 7
Original: サムライ7
Regie: Toshifumi Takizawa
Animationsstudio: Gonzo
Genre: Action, Sci-Fi, Cyberpunk, Samurai
Episoden: 26 (3 BDs und 5 DVDs)
BD-Typ: BD-50, Spieldauer der drei Disks 650 Minuten, die DVD-Version wurde auf 5 DVDs aufgeteilt
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren
Ausstattung: Deutsche Synchro, sowie Japanisch mit deutschen Untertiteln
Preis: ~ 61,99€
Lizenzinhaber: nipponart
Shop des Publishers: nipponart
Bonusinhalt: NovaCase, Poster, Aufkleber

Inhalt

In einer fernen Zukunft ging auf einem Planeten, der auch die Erde sein könnte, gerade ein langjähriger Konflikt zu Ende, in dem sich rivalisierende Samurai mit allerlei technischen Hilfsmitteln bis aufs Blut bekämpft haben. Leidtragende der Auseinandersetzung waren vor allem arme Reisbauern, deren Ernte regelmäßig von den streitenden Parteien konfisziert wurde. Doch auch in Zeiten des Friedens scheint sich daran nichts geändert zu haben, denn nun werden die Bauern von mächtigen Samurai-Mechas, attackiert, die im Auftrag gieriger Großkonzerte die Bauern unterjochen sollen. Aus diesem Grund schicken die Bewohner des kleinen Dorfes Kanna drei Kundschafter aus, um in der Stadt Samurai-Krieger anzuwerben, die in der Lage sind, das Dorf zu verteidigen …

VERPACKUNG

Wie schon in den vergangenen Komplettpaketen erscheint auch Samurai 7 in der äußert hübschen Nova-Case. Platz bietet diese für die drei Blu-rays und die fünf DVDs. Leider hat die Post die Box etwas misshandelt. Schade, gerade bei dem Schwarz fallen die Knicke besonders auf. Das Cover ist passend in Szene gesetzt, auf der Rückseite finden sich die üblichen Spezifikationen zu den Disks wieder.

Die Box wird geziert von verschiedenen Artworks, die die Box passend ausgestalten.

Die Artworks sind zwar „bunt“, passen aber durch den schwarzen Rahmen und die Art der Zeichnungen sehr gut zum Hauptstyling der Box.

Die Disks selbst wurden mit Bildern aus dem Anime bedruckt und zeigen die verschiedenen wichtigsten Charaktere der Serie. Übrigens ist die Nummerierung der Disks besonders gelungen. Mir ist sie zunächst überhaupt nicht aufgefallen…

Alle Printmedien sind sauber und klar gedruckt und sehen hochwertig aus.

BILD

Trotz der 13 Jahre, die die Serie mittlerweile auf den Buckel hat und auch das sie vom Studio Gonzo animiert wurde, bin ich sehr positiv über die Bildqualität der Serie überrascht. Vor allem die Blu-ray-Version weiß zu überzeugen. Obwohl die 26 Folgen auf nur drei Disks gequetscht wurden. Selbst die Bitrate fressenden CGI-Sequenzen glänzen in all ihrer Pracht. Ebenfalls überraschend ist, das ich eigentlich kein unpassendes Banding finden konnte. Leichtes Rauschen in den Farbübergangen war zwar stellenweise auszumachen, aber dort gehörte es in den Fällen meistens auch hin. Für einen Anime dieses Alters gibt es in jedem Fall von der Bildqualität seitens der Blu-ray nichts zu meckern. Die ersten vier Bilder der Galerie zeigen euch die Bilder der Bluray.

Die DVD wiederum kann nicht gänzlich überzeugen. Zwar ist das Bild deutlich besser als bei den letzten Veröffentlichungen die von Gonzo animiert wurden, dennoch ist auch hier wieder deutliches Interlacing zu sehen. Vor allem in den schnelleren actionreichen Szenen wirken die Animationen mitunter unrund und hakelig. Wie ihr auf den Screens der DVDs sehen werdet, welche sich in der zweiten Reihe der Gallerie befinden, wurde hier scheinbar auch ein ganz anderes Master verwendet, nämlich das Englische, wie man an den Credits deutlich erkennen kann.

Ich wage mal die Vermutung aufzustellen, dass es sich bei der Blu-ray Fassung nicht um einen simplen Upscale handelt, sondern über die remasterte japanische Fassung, die 2015 erschienen ist. Zum Anschauen würde ich jedem empfehlen die Blu-ray-Fassung anzuschauen. Beide Fassungen werden in 16:9 ausgeliefert.

© 2004 AKIRA KUROSAWA/SHINOBU HASHIMOTO/HIDEO OGUNI/NEP・GONZO © 2017 nipponart gmbh

TON

Den Ton finden wir in einwandfrei abgemischten DTS HD Master 5.1 in der deutschen Tonspur und als PCM in 2.0 in der japanischen Tonspur wieder. Auch das switchen zwischen den Tonspuren sorgt für keinerlei Probleme.

UNTERTITEL

Die Untertitel sind inhaltlich in beiden Versionen gleich. Auch die Gestaltung und Zeitsetzung. Allerdings ist die Font in der DVD-Version etwas pixelig geraten und sieht weniger schön aus.

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In der Blu-ray-Version wiederum ist die Schrift klar und deutlich lesbar. Jedoch in meinen Augen in beiden Versionen etwas klein und zart geraten.

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Die Zeitsetzung der Untertitel wirkt stellenweise etwas willkürlich und ist oft unpassend ein- oder ausgeblendet. Natürlich blinken sie auch :V. Auch die Aufteilung der Sätze über die zwei Zeilen ist so manches Mal etwas ungünstig gewählt und erschwert den Lesefluss.

Die Dialoge sind durchweg gut geschrieben und passen gut zur Serie und zum Setting.

Die Schildgestaltung ist simpel. Es werden einfach Untertitel eingeblendet. In der BD-Fassung sieht das natürlich besser aus, als in der DVD-Version. Da auch dort die Untertitel pixelig werden.

 

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SYNCHRONISATION

Die deutsche Synchronfassung des Animes Samurai 7 wurde damals noch von Panini in Auftrag gegeben und von der Kaarster Synchronfirma G&G Studios übernommen. Dialogbuch und Dialogregie wurden von Christian Schneider übernommen. Die meisten Stimmen wurden passend besetzt. Im Nebencast klingen ein paar Stimmen allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und aufgesetzt. Einige Sprecher sollte man schon gehört haben, sofern man sich neben Animes noch andere Filme oder Serien anschaut. Der Cast weißt einige bekannte Sprecher auf.

die wichtigsten Sprecher:
Kirara: Marie Bierstedt
Rikichi: Stephan Schleberger
Kambei: Detlef Bierstedt
Katsushiro: Julien Haggége
Komachi: Katja Liebing
Kyuzo: Markus Pfeiffer

Am besten haben mir persönlich Marie Bierstedt als Kirara und Julien Haggége gefallen. Maries Stimme ist eine leichte weibliche Stimme, die nur allzu passend für den Charakter und das Auftreten von Kirara gewählt wurde. Marie Bierstedt hat bereits allerhand Erfahrung im Anime Bereich sammeln können. Sicherlich hat ihre sehr gute Leistung in Samurai 7 dazu beigetragen. Ihre Interpretation des Charakters ist ihr sehr gut gelungen. So dass Kirara niemals unpassend oder zu aufgesetzt wirkt. Sie spricht übrigens unter anderem Marie-Antoinette in Lady Oscar, Rei in NGE, Storm in X-Men, Cécile in Code Geass und so einige andere bekannte Charaktere. Ich würde sie nur allzu gern in einer neuen Rolle hören.

Juliens Stimme sollte eigentlich jeder Animefan irgendwann schon einmal gehört haben. Der Sprecher ist durch seine sanfte und dennoch durchdringende Stimme vielseitig einsetzbar. Er spricht einen Tenshinhan aus DBZ genauso passend und treffend wie Kaito Kid aus Detektiv Conan. Auch in neuen Animesynchros trifft man Julien nach wie vor an. Zuletzt als Natsuya im Free!! Movie. Auch den Samurai Katsushiro, der als Erstes auf Kirara und Co. trifft, leiht er passend seine Stimme und haucht dem Charakter das nötige gewisse Etwas ein.

Der Cast ist insgesamt riesig. Alle Sprecher, die mehr oder minder wichtig sind, hier aufzuzählen würde den Rahmen doch ein wenig sprengen. Insgesamt, wie bereits erwähnt, sind die Stimmen passend gewählt und auch gut umgesetzt worden. So dass man sich die Serie gerne in der deutschen Synchronfassung anschaut. Die Stimmen, die weniger gut meiner Ansicht nach zu den Charakteren passen wie z.B. Komachis Stimme, tauchen selten genug auf, dass sie den Sehgenuss nicht all zusehr trüben. Das Problem bei Komachi liegt auch viel eher darin, dass ihre Sprecherin, Katja Liebing, die ich eigentlich sonst ganz gut finde, übertrieben kindlich versucht hat zu klingen. Das klang in meinen Ohren ein klein wenig daneben und übermotiviert…

Einen Trailer mit Einblick in die Synchronisation habe ich leider nicht.

MENÜ

Das Menü ist schlicht und passt sich farblich an die Gestaltung des Pappschubers an. Im Hintergrund läuft dann noch die passende Untermalung. DVD und Blu-ray Menü sind nahezu identisch. Bild 1 zeigt das Blu-ray Menü und Nild 2 das der DVD.

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EXTRAS

Als Extra gibt ein Poster und einen Aufkleber.

Laufzeit Extras: %

FAZIT zu Samurai 7

Samurai 7 ist eine ungewöhnliche aber dennoch auch gewöhnliche Serie. Die meisten Charaktere kann man ruhigen Gewissens als stereotypisch bezeichnen und auch die Serie verläuft im großen und ganzen recht vorhersehbar. Dennoch hat mir die Serie im Großen und Ganzen Spaß gemacht und war ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch. Serien, die sich gut nebenbei schauen lassen sind in meinen Augen genauso wichtig, wie Serien die einen an den Bildschirm fesseln. Im Ranking würde die Serie von mir eine glatte Sieben von Zehn Punkten bekommen und ist damit durchaus für jeden der Samurais und kurzweilige nicht allzuschwere Unterhaltung mag zu empfehlen. Ein Meisterwerk sollte man allerdings nicht erwarten. Technisch gibt es nichts großartiges an diesem Rerelease auszusetzen. Nipponart hat hier gute Arbeit geleistet und für den Preis kann man sich nun wirklich nicht beschweren.

Ebenfalls positiv zu bewerten ist der großartige Soundtrack des Anime. Die Instrumentalstücke passen in die Zeit und sind teilweise wirklich episch. Auch das Opening und das Ending haben mir gut gefallen. Beide Lieder werden wohl auf meiner Playlist landen. Vor allem das Opening von Nanase Aikawa.

Das Ending ist allerdings nicht weniger schön und lässt sich ebenfalls sehr gut in Endlosschleife hören.

Ein herzliches Dankeschön an nipponart für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die freundliche Korrespondenz!

Testgeräte: Samsung UE50H5570; Samsung UE32J6250, Samsung BD-J4500/4500R, Sony PS4; Sony PS3; PC

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