The Seven Deadly Sins gehört zu einer der erfolgreichen Fighting-Shounen der letzten Jahre. Die Serie besticht durch Witz, Action, eine spannende Geschichte, skurrile Charaktere und eine kleine Portion Ecchi. Der sehr erfolgreiche Manga, der dem Anime natürlich als Vorlage dient, erscheint ebenfalls in Deutschland im Carlsen Verlag. Lizenziert wurde der Anime bereits im November 2015. Ungewöhnlicherweise für einen Anime damals noch nicht von einem der hiesigen Publisher sondern vom Streamingdienst Netflix. Dieser übernahm auch die Synchronisation und nun seit Dezember 2016 gibt es The Seven Deadly Sins auch als DVD und Blu-ray veröffentlicht von peppermint anime.

Aber nun erst einmal ein paar Eckdaten zur Veröffentlichung:

Name: The Seven Deadly Sins
Original: 七つの大罪
Regie: Tensai Okamura
Animationsstudio: A-1 Pictures
Genre: Action, Komödie, Fantasy, Ecchi
Episoden: 6 (von 24, wird auf 4 Volumes aufgeteilt)
BD-Typ: BD-50, Spieldauer der Disk 150 Minuten (auch als DVD erhältlich)
FSK-Freigabe: a6 12 Jahren
Ausstattung: Deutsche Synchro, sowie Japanisch mit deutschen Untertiteln
Preis: ~ Standardedition 32,99€
Lizenzinhaber: peppermint anime
Shop des Publishers: AkibaPass
Bonusinhalt: vol. 1: Clean OP, Vol. 2: Clean END

Inhalt

Vor langer Zeit wurde das Königreich Britannia von einer Untergruppe des Ordens der Heiligen Ritter in Aufruhr versetzt. Die sogenannten „Seven Deadly Sins“ wurden mit dem grausamen Tod des Generals der Heiligen Ritter in Verbindung gebracht und in der Folge erbarmungslos gejagt. Viele Bewohner des Königreichs glauben, dass die berüchtigten „Seven Deadly Sins“ damals restlos vernichtet worden sind. Doch manche munkeln, dass die Gruppe sich im Untergrund versteckt hält…

Zehn Jahre gehen ins Land und erneut droht Britannia großes Ungemach: Diesmal erhebt sich der gesamte Orden der Heiligen Ritter gegen den amtierenden Herrscher. Voller Verzweiflung macht sich dessen bezaubernde Tochter Elizabeth auf die Suche nach der einzigen verbliebenen Hoffnung: Den „Seven Deadly Sins“! Bald schon trifft sie eher zufällig auf den Jungen Meliodas, der ein Gasthaus betreibt und ganz nebenbei ein Mitglied der legendären Gruppe ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den übrigen Mitgliedern und treffen dabei immer wieder auf scheinbar unüberwindbare Hindernisse…

VERPACKUNG

Als Verpackung wurde auch hier wieder eine schlichte Amaray mit O-Card gewählt. O-Card? Ja, genau, der Fachbegriff für einen Pappschuber der Oben und Unten offen ist, lautet O-Card. Warum auch immer. Diese Art der Verpackung wird neuerdings als Standard für die peppermint anime Veröffentlichungen genutzt. Auf der Vorderseite der O-Card finden wir jeweils ein Gruppenbild und auf der Rückseite die üblichen Informationen und Spezifikationen zur Disk und zum Anime.

Das FSK-Logo auf der O-Card lässt sich beim ersten Volume mal wieder nicht entfernen, auf dem zweiten Volume dann schon. Warum das ebenfalls seit neuestem so uneinheitlich sein muss, verstehe ich auch nicht so ganz. Muss denn da zwingend immer ein Aufkleber auf die Pappe? Reicht es nicht einfach einen auf die Plastikfolie zu kleben?

Entfernen wir die O-Card kommt die Amaray zum Vorschein. Diese weißt ein Motiv auf, das an ein Buch erinnert und sieht dementsprechend ansprechend aus. Das störende FSK-Logo lässt sich bei beiden Volumes durch ein Wendecover austauschen.

Die Disk selbst bekam noch einmal ein eigenes Motiv spendiert. Im ersten Volume finden wir Hawk neben der Ziffer. Im zweiten Volume ebenfalls Hawk allerdings in einer anderen „Pose“.

Alle Printmedien sind sauber und klar gedruckt und sehen hochwertig aus.

BILD

Am Bild hab ich nichts auszusetzen. Klare satte Farben. Kein Banding, rauschen oder Artefakte und saubere Konturen. Manchmal sehen allerdings einzelne Figuren in der Ferne etwas unsauber aus. Was ich jetzt aber nicht überbewerten würde. Das Bild ist in 1080p und 16:9.

© Nakaba Suzuki, KODANSHA/The Seven Deadly Sins Project, MBS © 2016 peppermint anime gmbh

TON

Den Ton finden wir in einwandfrei abgemischten DTS HD Master 2.0 vor. Die deutsche und die japanische Tonspur sind nahezu gleich laut, wodurch selbst switchen zwischen den Tonspuren kein Stück stört. Auch hier gibt es keinen Grund für Beanstandungen.

UNTERTITEL

Die peppermint-üblichen Untertitel wirken auch hier leider wieder etwas unscharf.
Im Opening, Ending und bei den Schildern hingegen tritt das Problem nach wie vor nicht auf. Die Untertitel stimmen fast immer exakt mit dem Dub überein. Das Timing ist recht solide. Wie üblich blinkt der Sub regelmäßig auf, aber wenigstens sind die Untertitel meistens lange genug eingeblendet.

© Nakaba Suzuki, KODANSHA/The Seven Deadly Sins Project, MBS © 2016 peppermint anime gmbh

Die Dialoge sind durchweg gut geschrieben und passen gut zur Serie und zum Setting.

Kommen wir zu den Schildern. Hier hätte ich jetzt allerdings erwartet, dass man sich hier besonders viel Mühe gibt, wenn man schon keine Synchronisation anfertigen muss. Die Schilder sind eher untypisch für den Publisher einfach oben und unten ins Bild gesetzt und dann auch noch in Schwarz-Weiß. Wirklich schade, die Serie hat ein paar mehr Schilder, die optisch ansprechend schon in Szene gesetzt hätten werden können.

© Nakaba Suzuki, KODANSHA/The Seven Deadly Sins Project, MBS © 2016 peppermint anime gmbh

SYNCHRONISATION

Die Synchronisation wurde hier von Netflix an die Hamburger Synchronfirma CSC-Studio gegeben. Dialogbuch und -regie übernahm dabei Angelika Scharf in Zusammenarbeit mit Bärbel Bucksch-Hinniger. Nach den ersten Zwölf Folgen bin ich nach wie vor nicht richtig Zufrieden mit der Synchronisation. Einige Stimmen halte ich für komplett fehlbesetzt sowohl im Hauptcast als auch im Nebencast. Einige andere wiederum passen in meinen Augen super. Erfrischend ist allerdings, dass viele unbekannte Sprecher vertreten sind, die aber leider eben nicht immer stimmlich zu ihren Rollen passen.

die wichtigsten Sprecher:
Meliodas: Patrick Bach
Elizabeth: Arlette Stanschus
Hawk: Daniela Reidies
Ban: Rasmus Borowski
Diane: Nadine Schreier
King: Tammo Kaulbarsch

Beginnen wir doch direkt mit Meliodas. Gesprochen wird der smarte etwas kleingeratene Schwertkämpfer und Anführer der Seven Deadly Sins von Patrick Bach. Eine der Stimmen, die ich als passend gewählt empfinde. Meliodas muss etwas kindlicher klingen, allerdings ohne zu kindlich zu klingen… Ja, klingt etwas seltsam ist aber so. Immerhin ist er ja eigentlich schon erwachsen und ziemlich verrucht. Patrick Bach schafft es Meliodas in den meisten Fällen passend zu sprechen, auch wenn ich eine kurze Aufwärmphase brauchte.

Elizabeth hingegen gefiel mir von Anfang an, auch wenn Arlette Stanschus meiner Meinung nach nicht immer den richtigen Ton trifft und manch Gefühlsausbruch etwas merkwürdig wirkt. Dennoch bin ich im großen und ganzen mit ihr zufrieden. Als Anri in Durarara gefällt sie mir um Längen besser.

Richtig gut finde ich Daniela Reidies als Hawk. Ihre quitschige Stimme passt einfach perfekt. Hawk klingt genauso wie das Schwein in meinem Kopf klingen musste. Interessanterweise spricht Daniela Reidies hauptsächlich solche Rollen. Vielleicht erkennt der ein oder andere sie noch wieder. Immerhin hat sie die Tachikomas aus GitS-SaC vertont oder Piyomon aus Digimon. Ihre Stimme kann man übrigens auch in einer normalen Stimmlage sehr genießen. Sie sprach damals Rosalie in Lady Oscar. Ich finde, sie könnte ruhig mehr auch sanfte Mädchenrollen übernehmen.

King wird gesprochen von Tammo Kaulbarsch. Insgesamt finde ich seine Stimme gut gewählt.

So gar nicht haben mir zum Beispiel die deutschen Stimmen von Diane und Ban gefallen. Ich kann vorallem gar nicht richtig festmachen, woran es bei Nadine Schreier liegt, das ich sie als Diane wirklich nicht hören mag, obwohl ihre Stimme im japanischen auch einfach nur nervig ist.

Rasmus Borowski wiederum hat schon eine irgendwie entfernt passende Stimme für Ban, aber mir fehlt da ein bisschen das „rauchige“, vielleicht sogar noch mehr Tiefe in der Stimme. Irgendwie klingt Ban auch nicht böse genug. Die Boshaftigkeit, die Rasmus versucht in die Stimme von Ban zu legen, klingt eher unglaubwürdig und unpassend. Schade.

Das es wohl nicht nur mir so geht, zeigt ein Kommentar meiner Freundin Ophelias_Ende, die zwischenzeitlich ins Arbeitszimmer kam und mich fragte, was ich denn gucken würde und wie ich die Synchronisation fände. Sie empfand die Stimmen aus der Ferne als anstrengend und etwas nervig.

MENÜ

Das Menü ist schlicht und passt sich farblich an die Gestaltung des Pappschubers an. Im Hintergrund läuft das Opening der Serie. Bewegen tut sich nichts, aber das muss es auch nicht. Optisch ist das Menü ansprechend gestaltet und gefällt zumindest mir sehr gut.

© Nakaba Suzuki, KODANSHA/The Seven Deadly Sins Project, MBS © 2016 peppermint anime gmbh

EXTRAS

Als Extra gibt es lediglich das Creditless Opening auf dem ersten Volume und das Creditless Ending auf dem Zweiten. Einen Sammelschuber gibt es übrigens auch, diesen müsst ihr allerdings gesondert über den AkibaPass Shop beziehen.

Laufzeit Extras: 3 Minuten

FAZIT zu The Seven Deadly Sins

The Seven Deadly Sins ist ein guter, ich wage sogar zu sagen, sehr guter Fighting Shounen, der zumindest mir sehr viel Freude bereitet hat. Bisher habe ich allerdings nur die Mangas gelesen. Es ist etwas anstrengend, wenn man immer alles doppelt und dreifach liest bzw. dann auch noch schaut. Daher wollte ich mich bei der Serie lediglich auf den Manga beschränken. Nun, der Anime ist ebenfalls gut und gibt im wesentlichen auch ungekürzt den Manga wieder ohne grobe Änderungen vorzunehmen und ist somit auch durchaus empfehlenswert für all jene die nicht so gerne Mangas lesen. In der deutschen Fassung weißt die Synchronisation allerdings einige Schwächen auf, dessen man sich bewusst sein sollte, bzw. sich eine eigene Meinung vorab bilden sollte. Die Serie ist nach wie vor auf Netflix schaubar, wer allso ein Abo dort hat, dem würde ich empfehlen, vorab in die Synchronfassung reinzuschauen, ob sie einem auch zusagt.

Ansonsten hat zumindest peppermint nichts falsch gemacht. Technisch ist das Release einwandfrei. Für die Synchronfassung kann der Publisher herzlich wenig. Lediglich bei den Schildern hätte man sich etwas mehr Mühe geben können, aber das wäre auch schon Meckern auf sehr hohem Niveau.

Der Preis wiederum ist für ein reines Diskrelease schon etwas happig. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass der Einführungspreis etwas niedriger ausfällt, wenn schon die Kosten für die Synchro wegfallen. Allerdings weiß ich auch nicht was die Lizenz gekostet hat und was mit Netflix ausgehandelt wurde.

Wer sich an der Synchronisation nicht stört, der bekommt eine gute bis sehr gute Anime-Serie, die einem mehr als nur Freude bereiten wird! Die Serie ist toll!

Ein herzliches Dankeschön an peppermint anime für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von The Seven Deadly Sins Volume 2 und die freundliche Korrespondenz!

Testgeräte: Samsung UE50H5570; Samsung UE32J6250, Samsung BD-J4500/4500R, Sony PS4; Sony PS3; PC

© Nakaba Suzuki, KODANSHA/The Seven Deadly Sins Project, MBS © 2016 peppermint anime gmbh

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