Etwas spät dran gibt es jetzt und die nächsten Tage die restlichen Gate Rezensionen zur ersten Staffel der Serie. Die Serie vereint Action und Fantasy-Elemente in einer interessanten Story. Im zweiten Volume dreht sich das Geschehen hauptsächlich um Prinzessen Pina und ihre Ehrengarde.

Aber nun erst einmal ein paar Eckdaten zur Veröffentlichung:

Name: Gate
Original: GATE 自衛隊 彼の地にて, 斯く戦えり
Regie: Takahiko Kyogoku
Animationsstudio: A-1 Pictures
Genre: Action, Abenteuer, Fantasy
Episoden: 3 (von 24, wird auf 8 Volumes aufgeteilt)
BD-Typ: BD-25, Spieldauer der Disk 80 Minuten (auch als DVD erhältlich)
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Ausstattung: Deutsche Synchro, sowie Japanisch mit deutschen Untertiteln
Preis: ~ 22,99 €
Lizenzinhaber: Anime House
Shop des Publishers: Handel mit DVDs
Bonusinhalt: Postkarten, Booklet

Inhalt

Als Prinzessin Pina, Anführerin des Ordens der Rosenritter, hört, dass die Handelsstadt Italica belagert wird, steht für sie fest: Das kann nur der Feind sein – die Fremden aus der anderen Welt, die sich „Japaner“ nennen. Doch vor Ort stellt sich nicht nur heraus, dass es ganz andere Gegner sind, mit denen sie es zu tun haben – der bisher nur als Ehrengarde eingesetzte Ritterorden wird mit seiner ersten Schlacht konfrontiert und die Jungrecken müssen bitter erfahren, dass ihre Träume von Ehre und Edelmut mit der blutigen Realität des Krieges nicht viel gemeinsam haben. Zu allem Überfluss trifft auch der ursprünglich erwartete Feind noch ein, in Gestalt von Youji Itami und seinem Trupp nebst Magierin Lelei, Elfe Tuka und Rory, dem Todesengel. Sie um Hilfe käme einem Pakt mit dem Teufel gleich. Aber vielleicht kann man ja zwei Fliegen mit einer Klappe schlafen? Prinzessin Pina lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein…

 

VERPACKUNG

Gate erscheint wie für Anime House üblich als Amaray mit Wendecover. Das Design ist schlicht, aber passend gewählt und wirkt zumindest auf mich äußerst ansprechend. Die Rückseite ist wie üblich etwas überladen und im Anime House typischen Styling gestaltet worden.

Auf der Rückseite finden sich Hintergrundinformationen zur Disk und eine kurze Serienbeschreibung. Im Innenteil finden wir das Booklet und natürlich das Wendecover.

Wer sich am FSK-Logo stört, so wie ich, kann sich dessen dank des Wendecovers entledigen.

Alle Printmedien sind sauber und klar gedruckt und sehen hochwertig aus.

BILD

Gate zeichnet sich durch klare, satte Farben, einem scharfem Bild und flüssigen Animationen aus. Geringfügig war leichtes Banding in den dunkleren Szenen auszumachen. Dies störte jedoch kaum und fiel zumindest mir erst beim zweiten Blick auf.

© Takumi Yanai/ AlphaPolis/ GATE Project © 2017 Anime House

TON

Der Ton kommt im glasklaren DTS-HD Master 2.0 daher und macht in beiden Sprachfassungen eine gute Figur. Lediglich, dass die normale Sprachausgabe etwas leiser als die japanische Tonspur ist, stört ein wenig. Die Lautstärke an sich ist aber in Ordnung. Ansonsten ist die Mischung super und hört sich auf dem heimischen Surround-System toll an.

UNTERTITEL

Die Zeitsetzung der Untertitel weiß auch im zweiten Volume zu gefallen. Klar, auch hier blinkt es ab und an mal, aber lange nicht so schlimm wie in manch anderer deutschen Lokalisierung. Die Aufteilung der Zeilenumbrüche ist gelungen.

Herausstechen tut vor allem die Schriftart. Für einen Publisher erstaunlich verspielt und sogar mit ausreichend Dicke und Umrandung bzw. Schatten versehen. Hier können sich die Geschmäcker jetzt natürlich wieder streiten. Aber ich für meinen Teil bin damit ganz zufrieden und begrüße einen doch gewagteren Schritt von Anime House.

© Takumi Yanai/ AlphaPolis/ GATE Project © 2017 Anime House

Die Zeitsetzung der Untertitel ist dem von Kazé sehr ähnlich. Die Zeilen wurden überwiegend gelinkt, aber gerade in den Szenentimings sind die Untertitel oft viel zu lange eingeblendet. Ansonsten muss man sich einfach ans Auf- und Abblinken der Untertitel gewöhnen. Insgesamt, zu dem was man sonst gewöhnt ist, ist das Untertiteltiming wirklich gut geraten.

Wie schon in den vergangenen Veröffentlichungen von Anime House hat auch Gate ein eigenes Karaoke-Styling und auch einen minimalistischen Effekt. Dieser ist allerdings nur als Extra auf der Disk vorhanden. Die Folge selbst ist das Opening nur mit der Übersetzung untertitelt und hat auch eine andere Schriftart spendiert bekommen als das Mainstyling.

© Takumi Yanai/ AlphaPolis/ GATE Project © 2017 Anime House

Bei den Schildern bin ich ein wenig irritiert. Zum Teil wurden die Schilder passend in Szene gesetzt. Sowohl was die Position als auch die Schriftart angeht. Wie in diesem Beispiel hier:

© Takumi Yanai/ AlphaPolis/ GATE Project © 2017 Anime House

An anderen Stellen jedoch sind die Schilder zwar richtig positioniert, aber lediglich in Standardschrift gestylt. Bei diesem Beispiel wurde dann sogar noch die Farbe genutzt, allerdings ist die Umrandung und auch der Schatten viel zu dick geraten, weswegen der Episodentitel deplaziert wirkt. Was die falsche Schriftartwahl so bewirkt…

© Takumi Yanai/ AlphaPolis/ GATE Project © 2017 Anime House

 

Auch hier unterscheidet sich Skriptbuch der Untertitel stellenweise komplett von der Synchronfassung.

SYNCHRONISATION

Für die Synchronisation ist das Studio LAB SIX sound & media solutions zuständig und die Dialogregie führte Antonio F. Lopes und Timo R. Schouren ist für das Dialogbuch verantwortlich.

Kommen wir zum Cast, der der eigentliche Knackpunkt der Serie ist, 15 (!) wichtige Sprecher tauchen im Haupt- und Nebencast allein in der ersten Staffel auf. Was wiederum auch bedeutet, die Synchronisation ist demnach wirklich teuer bei so vielen Sprechern und demzufolge auch schwer zu besetzen.

Sprecher:
Youji Itami: Patrick Schröder
Tuka Luna Marceau: Nadine Ehrenreich
Lelei La Lelena: Ramona Bess
Rory Mercury: Kathrin Hildebrand
Pina Co Lada: Christiane Werk
Shino Kuribayashi: Barbara Ehrlich
Takeo Kurata: Sven-Marcel Voss

Der Hauptcast gefällt mir nach wie vor sehr gut. Vorallem Patrick Schröder als Youji Itami. Er füllt die Rolle wirklich vortrefflich und mit viel Witz und Charme aus. Bei Ramona Bess als Lelei La Lelena kann ich mich nicht so recht entscheiden ob ich ihre Interpretation der Rolle nun gut finde oder nicht. Eigentlich hat sie sich nur ans Original gehalten. Aber dieses kindliche in der Stimme wirkt im deutschen leider oft nicht so wie es im Japanischen eben rüberkommt. Dadurch wirkt sie im Deutschen mitunter etwas schläfrig. Obwohl sie eigentlich nur versucht die Stimmlage der Originalsprecherin zu imitieren. Dies bessert sich im zweiten Volume mit mehr aktiver Sprechzeit erheblich. So langsam entscheide ich mich dafür, dass auch sie mir in der Rolle gut gefällt.

Im Nebencast gefiel mir vor allem Kathrin Hildebrand als Rory und ist seit ihrem Auftritt in der dritten Folge wohl meine neue Lieblingssynchronstimme im deutschsprachigen Raum. Die Szene, in der Rory das erste Mal auftritt, hab ich bestimmt fünf Mal gesehen und kann da nur sagen, dass Kathrin Hildebrand in der Szene einfach gezeigt hat, was sie drauf hat. Allein schon das fiese Lachen und auch der böse Unterton in der Stimme. Einfach super! Ich möchte sie wirklich noch öfter in Animerollen hören!

Negativ ist lediglich der Nebencast, der häufig eben einfach zu aufgesetzt klingt. Ich wiederhole mich hier aber gern, der Cast ist monströs, hier ebenso erfahrene Sprecher zu casten würde zu lasten des Preises gehen und ich bin mir sehr sicher, das niemand die Volumes gekauft hätte, wenn sie das doppelte kosten.

MENÜ

Das Menü ist schlicht und statisch. Gefällt mir persönlich aber gut.

Das Menü wurde zusätzlich dazu mit dem Opening als Hintergrundmusik unterlegt.

© Takumi Yanai/ AlphaPolis/ GATE Project © 2017 Anime House

EXTRAS

Als Extras liegen der Blu-ray zwei Postkaren bei. Darüber hinaus gibt es noch ein informatives Booklet.

Auf der Disk gibt es das Opening als Karaoke Version. Die Romaji wurden auf Silben getimed. Damit kann man, wenn man möchte auch mitsingen.

© Takumi Yanai/ AlphaPolis/ GATE Project © 2017 Anime House

Darüberhinaus gibt es weitere Einblicke in die Synchronarbeiten die auch erklären das sich ein Sprechercast nicht nur aus den Hauptcharakteren zusammensetzt.
Laufzeit Extras: 8 Minuten

FAZIT zu Gate

Auch das zweite Volume überzeugt im Gesamtpaket. Kleine Abzüge gibt es in der B-Note für die Synchronisation der Nebencharaktere. Ansonsten weiß die Veröffentlichung zu gefallen. Ich hab mich in jedem Fall köstlich mit der zweiten Volume amüsiert und bin gespannt wie es weitergeht.

Einen ausführlichen Bericht zum Thema Preise bei den hiesigen Anime-Veröffentlichungen könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Fans der Gate Serie, die einen hohen Anspruch an Synchronisationen haben sollten vielleicht lieber die Finger davon lassen. Es sei denn, sie schauen eh lieber mit Untertiteln. Ich persönlich finde das Release durchaus gelungen und würde die Serie ohne zu zögern kaufen.

Es lohnt sich übrigens grundsätzlich Blu-rays und DVDs von Anime House direkt über deren eigenen Shop Handel mit DVDs zu beziehen. Die Bundels sind dort wesentlich günstiger und auch den Schuber gibt es nur dort.

Ein herzliches Dankeschön an Anime House für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars und die freundliche Korrespondenz!

Testgeräte: Samsung UE50H5570; Samsung UE32J6250, Samsung BD-J4500/4500R, Sony PS4; Sony PS3; PC

© Takumi Yanai/ AlphaPolis/ GATE Project © 2017 Anime House

https://kamiyas-blog.de/wp-content/uploads/2017/07/Gate_02_Snap_07-1024x576.pnghttps://kamiyas-blog.de/wp-content/uploads/2017/07/Gate_02_Snap_07-150x150.pngKasseopayaAnime & MangaDVD/ Blu-rayReviewsAlternative Welt,Anime,Anime House,Fantasy,Gate,Pina Co Lada,Review deutschEtwas spät dran gibt es jetzt und die nächsten Tage die restlichen Gate Rezensionen zur ersten Staffel der Serie. Die Serie vereint Action und Fantasy-Elemente in einer interessanten Story. Im zweiten Volume dreht sich das Geschehen hauptsächlich um Prinzessen Pina und ihre Ehrengarde. Aber nun erst einmal ein paar Eckdaten...Anime, Manga, Games und der Rest des Lebens